2.2.3 Hausruck Nord

Die Region Hausruck Nord ist südlich der Schlögener Schlinge gelegen und bildet – optisch gesehen – einen Kessel. Das Landschaftsbild ist geprägt vom Ausläufer der Böhmischen Granitmasse durch zahlreiche Höhenrücken, Flüsse und Bäche. Die reizvolle, waldreiche Landschaft bietet viele schöne Aussichtsplätze und Sehenswürdigkeiten. Die Region gilt als Geheimtipp für sportliche, naturverbundene Individualurlauber und Familien. Gasthäuser und Jausenstationen laden zum Rasten und Verweilen ein und versprühen den Charme von Bodenständigkeit in dieser noch naturbelassenen Region.

NATTERNBACH
ABENTEUERPARADIES FÜR FAMILIEN:
INDIANERLAND

„Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer!“ In Natternbach können sich Kinder diesen Wunsch erfüllen. Das größte Indianerspielgelände Österreichs bietet spannende Abenteuer für Familien und Schulklassen. Die bespielbare Westernstadt „Snake River“ und das umliegende Gelände versprechen viel Spaß: Auf einem Indianerschleichpfad können die „Rothäute“ Spielgeräte, Seilbahn, Rutschen, Schaukeln, Kletterwand und eine Hängebrücke ausprobieren und ihre Geschicklichkeit erproben. Mit dem Floß gleiten sie über den Teich und schärfen am angeschlossenen Naturerlebnisweg ihre Sinne. Auch Übernachtungen in Blockhäusern und in Indianertipis mit Lagerfeuer oder Grillen sind möglich. Von März bis Oktober geöffnet.
Indianerspielgelände
Indianerpfad
A-4723 Natternbach
Telefon: +43 7278 8255 – 13
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www.natternbach.at
KALLHAM
DER „DOM IM LANDL“:
PFARRKIRCHE KALLHAM

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die durch ihren imposanten Zwiebelturm und ihre prächtige Außengestaltung auch als „Der Dom im Landl“ bezeichnet wird, wurde 1713 bis 1718 von Jakob Pawanger erbaut und zählt zu den schönsten Gotteshäusern Österreichs. Die Pfarrkirche ist der Muttergottes geweiht. Das Hochaltarbild zeigt Mariä Himmelfahrt, die am 15. August gefeiert wird. An diesem Tag wird – bereits seit über 500 Jahren – der bekannte KallhamerKirtag mit großem Markt, mit Gewerbeschau, Vergnügungspark und Festzelten abgehalten.
PEUERBACH
Peuerbach ist eine der ältesten Siedlungen Oberösterreichs. Mit ihrem gotischen Stadtkern rund um den Kirchenplatz, der Hauptstraße und der reizenden Fleischergasse lädt sie zu Spaziergängen ein. Besonders die enge Fleischergasse mit ihren Schwibbögen verführt zu einer Zeitreise. Bürgerhaustafeln erzählen hier von der Geschichte alter Bauwerke.
ASTRONOM UND HUMANIST:
Georg von Peuerbach und die Astrolabium-Uhr
Der berühmteste Sohn der Stadt war der Astronom, Mathematiker und Humanist Georg von Peuerbach. Die Rathausuhrist eine vergrößerte Nachbildung des 1457 von Georg von Peuerbach vollendeten Original-Astrolabiums, das im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg aufbewahrt wird. Das Astrolabium war über viele Jahrhunderte ein universelles Instrument für Astronomen, Landvermesser und Astrologen. Es diente zudem als Zeitmesser und zur Ermittlung von Kalenderdaten. Georg von Peuerbach (1423–1461), ein Wegbereiter des kopernikanischen Weltbilds, erfand nicht nur die erste zuverlässige Taschenuhr, sondern auch die Sinus-Cosinus-Rechnung, die heute zum unverzichtbaren Rüstzeug eines jeden Mathematikers zählt.
VON ASTRONOMIE BIS BAUERNKRIEG:
DAS SCHLOSSMUSEUMPEUERBACH

Die Stadt Peuerbach und ihr Schloss spielten in der Geschichte der oberösterreichischen Bauernunruhen des 16. und 17. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Um 1370 von den Grafen von Schaunberg erbaut, brannte das Schloss mit seiner berühmten Bibliothek und der Rüstkammer 1571 ab und wurde von Gundaker von Starhemberg in nur drei Jahren zu einem stattlichen Renaissanceschloss wieder aufgebaut, von dem heute nur noch ein Teil erhalten ist.
Das Schlossmuseum Peuerbach beherbergt drei Dauerausstellungen: Das Bauernkriegsmuseum thematisiert anhand von Dioramen, Grafiken, Waffen und Kriegsgeräten die politischen, konfessionellen, wirtschaftlichen und sozialen Ursachen der Bauernaufstände. Die OÖ. Landeskrippe zeigt mit über 200 Figuren typische Hofformen, Trachten und Bräuche Oberösterreichs. Die Ausstellung mit dem Titel „Höhepunkte mittelalterlicher Astronomie“ widmet sich dem wohl bedeutendsten Astronomen und Mathematiker des Spätmittelalters, Georg von Peuerbach. Ein Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Astronomie und deren enge Verflechtung mit Astrologie und Alchemie sind Thema dieser Präsentation.
Schlossmuseum Peuerbach
Rathausplatz 2
A-4722 Peuerbach
Telefon: + 43 7276/2255-22
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   
www.peuerbach.at
EIN SPAZIERGANG DURCH DAS UNIVERSUM:
ASTRO- UND NATURWANDERWEG
Der Astro- und Naturwanderweg wurde gemeinsam von den Gemeinden Bruck-Waasen und Peuerbach entlang des Ledererbaches errichtet. Der leichte Wanderweg ist 1,1 km lang, asphaltiert, eben und somit das ganze Jahr über begehbar. Entlang des Weges bieten 29 Infotafeln Wissenswertes zum Thema Astronomie und zum Leben und Wirken des Naturwissenschaftlers Georg von Peuerbach. Ein Planetarium zum Selbstkurbeln demonstriert die Geschwindigkeiten der Planeten. Auf einer beleuchteten Sternenscheibe kann man die Sternbilder des Nachthimmels erforschen. Ein kleiner Abstecher führt zu den beiden Bauernkriegsdenkmälern: 1626 fand hier die Schlacht auf der Ledererwiese statt, die den ersten Sieg für die aufständischen Bauern brachte.
FLORA UND FAUNA ENTDECKEN:
NATURSCHUTZGEBIET KOASERIN

Das ca. 30 Hektar große Sumpf- und Feuchtwiesengebiet liegt zwischen den Gemeinden Peuerbach, Heiligenberg und Neukirchen am Walde. Aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt wurde es 2005 zum Naturschutzgebiet erklärt. 265 Farn- und Blütenpflanzen wurden hier gezählt, über 90 Vogelarten, darunter so seltene wie Bekassine, Braunkehlchen, Neuntöter oder Wachtelkönige, leben hier oder benutzen das Areal als Rastplatz auf ihrem Zug. Auch Biber und Fischotter sind in den Gewässern der Koaserin heimisch. Ein sanfter Spaziergang mit interessanten Schautafeln erklärt die seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten, die im Naturjuwel Koaserin zu entdecken sind. Auch Exkursionen mit fachkundiger Führung werden angeboten.
Weitere Infos: www.naturschutzbund-ooe.at
ST. AGATHA

EIN BAUERNKRIEGSDENKMAL:
STEFAN FADINGER MUSEUM

1626 erhoben sich die oberösterreichischen Bauern gegen den verhassten bayerischen Statthalter Graf Herberstorff.  Anführer war Stefan Fadinger, dem hier, in seiner Heimatgemeinde, ein Denkmal gesetzt wurde. Morgensterne und andere, meist selbst gemachte Waffen der Bauern, sowie Überblicke über einzelne Schlachten zeugen von einem blutigen Kapitel oberösterreichischer Geschichte. Das Museum beleuchtet das Leben Stefan Fadingers und das Leben im 17. Jahrhundert um die Zeit des Bauernkrieges. Hörstationen und moderne Museumstechnik bieten den Besuchern ein zeitgemäßes Museumserlebnis.
Stefan Fadinger Museum
Kirchenplatz 1
A-4084 St. Agatha
Telefon: +43 7277 82 55-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.fadingermuseum.at
EIN ORT DER ERHOLUNG:
FREIZEITANLAGE STEINHÜGEL
Wo einst in St. Agatha ein Steinbruch lag, steht heuteeine idyllische Freizeitanlage mit Steinhügelhaus, Steinturm und einem Teich.Im Sommer werdenVeranstaltungen angeboten, im Winter wird der Teich zum Eisstockschießen und Eislaufen genutzt.

MEDITATIVER WANDERWEG IN ST. AGATHA:
MEIN WEG ZUM ICH

Der etwa 3 km lange Wanderweg ist eine offene Entdeckungsreise und bietet von Station zu Station vielfältige Überraschungen.Hier muss der Besucher keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen, sondern sich eher 2-3 Stunden Zeit nehmen, denn dieser Weg führt über die Entschleunigung zu mehr Ich-Stärke und somit zu mehr Präsenz im Leben. Die Pyramide am Etzinger Hügel, als Ziel der Wanderung, bietet einen herrlichen Panoramablick und eignet sich zur Meditation inmitten der Natur.
Tourismusverband St. Agatha
Kirchenplatz 1
A- 4084 St. Agatha
Telefon: +43 72 77 - 82 55 - 20
www.st-agatha.at

„NATURWUNDER“:
SCHLÖGENER SCHLINGE UND DERSCHLÖGENERBLICK
Die Schlögener Schlinge, eine Flussschlinge der Donau in Oberösterreich, etwa auf halbem Weg zwischen Passau und Linz, wurde 2008 von der Bevölkerung zum „Naturwunder Oberösterreichs“ ernannt.  Herrliche Ausblicke auf diese landschaftlich interessante Richtungsänderung des Flusses gibt es von der Burgruine Haichenbach, vom „Steiner Felsen“, von der „Linetshuber Aussicht“ sowie vom „Schlögener Blick“ bei St. Agatha. Die Schlögener Schlinge gilt auch alsHöhepunkt des beliebten Donausteig-Wanderwegs.
Weitere Infos: www.donausteig.com
WAIZENKIRCHEN

EIN IDYLLISCHES WASSERSCHLOSS:
SCHLOSS WEIDENHOLZ

Das hübsche, von allen Seiten mit einem Wassergraben umgebene Wasserschloss wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Neben den Starhembergern, Schaunbergern und Herzog Albrecht III. von Österreich gab es zahlreiche Eigentümer, die für unterschiedlich lange Zeit dieses Wasserschlossbesaßen. Unter dem Besitzer Achaz von Losenstein wurde das Dorf Waizenkirchen zum Markt erhoben. Später war das Schloss Weidenholz im Besitz von Hans Ludwig Grafen von Kuefstein, der 1631 zum Landeshauptmann von Oberösterreich und kurz darauf zum Reichsgrafen ernannt wurde. Zurzeit wird es als Wohngebäude verwendet und beheimatet seit 1992 auch die Landesmusikschule. Die Besichtigung der Anlage ist nur von außen möglich.
STERNENLAND MOUNTAINBIKING:
MOUNTAINBIKE-STRECKEN IN DER REGION

Mountainbike-Fans kommen in der Region Hausruck Nord voll auf ihre Kosten. Die Mountainbikerouten (5 Strecken mit einer Gesamtlänge von 155 Kilometern und 3945 Höhenmetern) führen durch die nördlichen fünf Gemeinden Natternbach, Neukirchen, Eschenau, St. Agatha und Peuerbach. Die Strecken verlaufen größtenteils abseits der Straßen, abwechselnd bergauf und bergab, durch die Täler und über die Höhenrücken der Region Hausruck Nord. Die Streckenführung ist an unterschiedliche Schwierigkeitsgrade angepasst,damit finden sowohl anspruchsvolle Sportler als auch Hobbybiker die passende Route.

Genaue Streckenbeschreibungen und weitere Infos unter: www.sternenland.at