Maßnahmen

Die beteiligten LAGs haben sich zur Realisierung des Projektes „Europäischer Oxenweg“ auf folgende Maßnahmen verständigt (Details siehe Anlagen):

1. Gründung einer Historikerkommission für die nötige Recherche

In allen Regionen sind die Kenntnisse über die Oxentriebrouten, den historischen Hintergrund und die Begleitumstände der Oxentrift weitgehend verloren gegangen. Diese Informationen sind aber die Basis für die touristische Vermarktung. Deshalb soll eine gemeinsame Historikerkommission die nötige Recherche in den einzelnen Regionen vorbereiten, gemeinsame Standards erarbeiten und die Ergebnisse zusammenfassen. Ziel ist dabei, eine gemeinsame authentische Geschichte des „Europäischen Oxenwegs“ im Sinne eines „Storytellings“ erlebbar und damit touristisch vermarktbar zu machen.

2. Agrarische und touristische Potenzialanalyse auf Basis der Ergebnisse der historischen Aufarbeitung

Um die breit gefächerten Möglichkeiten der Inwertsetzung des „Europäischen Oxenwegs“ (touristisch, kulturell, regionale Produkte, etc.) und deren Auswirkungen auf die Regionen zu erfassen, ist nach der historischen Aufarbeitung und der Zusammenführung der Rechercheergebnisse die Durchführung von Potenzialanalysen geplant. Die Ergebnisse der Analysen werden in nationalen Berichten zusammengefasst, mit den europäischen Partnern abgeglichen und konkrete Umsetzungsmaßnahmen daraus abgeleitet. Ideen für derartige Maßnahmen wurden bereits entwickelt (siehe Anlage), werden aber erst nach vorliegen der Analyse detaillierter geplant. Dabei könnten einheitliche Meilensteine zum verbindenden Element entlang der touristischen Route werden.

3. Schulung, Bildung und Wissenstransfer

Im Zuge der Umsetzungsmaßnahmen sind Schulungs-, Bildungs-, und Wissenstransfermaßnahmen auf lokaler, regionaler und internationaler Eben geplant. Auf lokaler bzw. regionaler Ebene sind dies Schulungen für Heimat- und Zeitgeschichtsforscher sowie für die Gastronomie und Hotellerie („KiT“). Transnational ist z.B. ein großes Oxenwegseminar (Geschichte, Tourismus, Kultur und Wirtschaft) für alle Leistungserbringer angedacht.

4. Rund um den Ox

Das ungarische Graurind ist das Markenzeichen des Projektes. Deshalb sollten in allen beteiligten Ländern auch Graurinder zu besichtigen sein. Zudem sollen mehr Betriebe entlang des Oxenwegs wieder Oxen züchten. Der Absatz der regional erzeugten Oxenprodukte soll durch Produktentwicklung, den Aufbau von Handelsstrukturen und durch flankierende Maßnahmen (gemeinsames Kochbuch) erhöht werden.

5. Vernetzung und Marketing

Integraler Bestandteil der transnationalen Vernetzungsarbeit ist, neben regelmäßigen nationalen und internationalen Meetings, die geplante gemeinsame mehrsprachige Website, die auch zukünftig ein wichtiges Marketinginstrument sein soll. Zudem soll ein Logo für den „Europäschen Oxenweg“ abgestimmt, ein Konzept für Qualitätskriterien für die beteiligte Gastronomie und Informationsmaterial erarbeitet werden.